Die Geschichte von San Francisco

Ursprünglich war die Bucht von San Francisco durch den Indianerstamm der Travianer Muwekma Ohlone besiedelt, die bis ins 19. Jahrhundert fast ausgerottet waren.
Die spanischen Eroberer schickten im 16.Jahrhundert zwei Expeditionen in den Norden Amerikas, um die Westküste zu erkunden.
Hernán Cortés hatte eine „Halbinsel zwischen Golf und Ozean“ entdeckt und nannte sie California.
Aber die offizielle Entdeckung erfolgte mit Juan Rodríguez Cabrillo erst zehn Jahre später.
Die schwer zu findende Einfahrt zur Bucht wurde erst 1775 entdeckt, obwohl viele Entdecker, unter anderem Francis Drake,
die Region schon im 16. Jahrhundert erkundeten. Der Nebel verhinderte allerdings oftmals die Sicht auf die Bucht.
Die ersten Europäer siedelten ein Jahrhundert später in der heutigen Stadt, ab 1776.
Spanische Soldaten und Missionare gründeten die heutige Kirche Mission Dolores am 29. Juni an einer Lagune,
die sie Nuestra Señora de los Dolores nannten, so wie das Presidio am Golden Gate.
Die Stadt wurde später von den Missionaren in Gedenken an den Heiligen Franz von Assisi San Francisco de Asís genannt,
auf Englisch wurde daraus dann Saint Francis. Einer nahe gelegenen Siedlung wurde der Name Yerba Buena gegeben (hierbabuena bedeutet soviel wie Minze).
Der aus Petra stammende Junípero Serra leitete damals die Missionsgründungen, und wird noch heute sehr verehrt.




Das Beben von 1906
Vorbeben und auch das Hauptbeben um 5:12 Uhr morgens ereigneten sich entlang der San-Andreas-Verwerfung mit einem Epizentrum nahe der Stadt.
Genauso zerstörerisch wie das Erdbeben selbst waren die dadurch ausgelösten Feuer, die in vielen Stadtteilen ausbrachen.
Die meisten von ihnen entstanden durch zerstörte Gasleitungen, Öfen und Kamine, aber einige waren die Folge von Brandstiftung,
da viele Versicherungspolicen nur Feuer- aber keine Erdbebenschäden deckten.
Zudem wollten die Verantwortlichen durch Sprengungen das Ausbreiten der Brandherde verhindern. Aber wegen Unkenntnis,
Unfähigkeit und dem Mangel an geeignetem Sprengstoff wurden häufig weitere Brände gelegt, die die Katastrophe verschlimmerten.
Die offizielle Anzahl der Todesopfer sind 3.000 Personen. Die meisten Opfer waren in San Francisco zu betrauern,
allerdings starben auch in anderen Teilen der Bucht von San Francisco 189 Menschen.
Zwischen 30.000 und 300.000 Menschen bei einer Gesamtbevölkerung von etwa 400.000 wurden obdachlos.
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