Golden Gate
Was der Eiffelturm für Paris und die Tower Bridge für London ist, ist für San Francisco die Golden Gate Bridge.
Sie verbindet die 1,5 Kilometer Meerenge zwischen der Halbinsel von San Francisco und dem Marin County.
Ihr Name bekam die Golden Gate Bridge nach der Bucht, die sie umspannt, und nach ihrem rötlich-orangen Anstrich,
der im Nebel am besten sichtbar ist. In dem prachtvollen Landschaftsrahmen eingebettet, ist sie sicherlich eine der schönsten Brücken der Welt.
Als in New York im Jahre 1931 die George Washington Bridge fertig gestellt wurde, lagen endlich Erfahrungen für eine ähnlich große Hängebrücke vor
und man konnte auch für das Golden Gate Projekt eine solche Konstruktion ernsthaft ins Auge fassen.
Wegen der Schifffahrt kamen zusätzliche Pfeiler in der Mitte der Bucht ohnehin nicht in Frage, wodurch sich eine enorme Spannweite ergab.
Strauss und sein Mitarbeiter Charles Ellis machten schließlich einen Vorschlag, der alle bis dahin gebauten Brücken übertraf: eine Hängebrücke, die mit einem einzigen Schritt
die gesamte Bucht auf einer Länge von fast 1.300 Metern überspannen sollte.
Die Bauarbeiten begannen im Januar 1933 und gestalteten sich erwartungsgemäß sehr schwierig.
Insbesondere das Fundament für den südlichen Pfeiler machte Probleme, denn es musste 335 Meter vom Ufer entfernt in einer Tiefe von 30 Metern mit einem riesigen Caisson gegründet werden.
Die Strömung in der Bucht war so stark, dass Unterwasserarbeiten nur während des Gezeitenwechsels (täglich 20 Minuten!) möglich waren.
Die beiden Pfeiler sind ca. 227 Meter hoch und bestehen aus übereinander gestapelten, stählernen Hohlzellen. Diese wurden mit insgesamt ca. 1,2 Millionen Niete miteinander verbunden,
der letzte war aus purem Gold.
Neben der technischen Leistung wird die Golden Gate Bridge zu Recht auch immer wieder wegen ihrer ästhetischen Gestaltung gelobt.
Für die Idee die Türme mit einem roten Anstrich zu versehen ist der Architekt Irving Morrow verantwortlich.
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